Stimmungsaufheller rezeptfrei

Johanniskraut als StimmungsaufhellerDas Echte Johanniskraut – das wohl bekannteste pflanzliche Mittel gegen Depressionen

Die Pflanze mit den gelben Blüten weckt nicht nur durch ihren Anblick sonnige Erinnerungen, sie wird auch seit vielen Jahrhunderten sehr erfolgreich gegen depressive Verstimmungen eingesetzt. Der Wirkmechanismus ist dabei gut erforscht und dem der synthetischen selektiven Wiederaufnahmehemmer gar nicht so fern. Denn es wirkt als Wiederaufnahmehemmer für Serotonin und Noradrenalin gleichermaßen, wodurch diese in größerer Zahl an den passenden Synapsen zur Verfügung stehen. Zudem erhöht es die Konzentration weiterer wichtiger Hormone und Transmitter wie GABA und Dopamin.

Präparate aus Echtem Johanniskraut sind mit und ohne Rezept und sogar freiverkäuflich erhältlich, es lohnt sich aber wegen der höheren Konzentration, rezeptfreie Mittel aus der Apotheke oder Online Apotheke zu wählen.

Vorteile:

  • bewiesene, hohe Wirksamkeit
  • gute Verträglichkeit
  • ähnliche Wirkweise wie klassische Antidepressiva ohne deren Nebenwirkungen

 

Nachteile:

  • erhöht die Lichtempfindlichkeit, kann im Sommer daher die Neigung zu Sonnenbrand erhöhen

BaldrianwurzelBaldrianwurzel und Hopfen lassen den Geist zur Ruhe kommen

Gegen Schlafstörungen schon lange bewährt, können Baldrian und Hopfen auch gegen Depressionen wirken, vor allem dann, wenn diese durch zu viel Stress entstanden sind. Sie helfen, die Dinge leichter zu nehmen, abzuschalten und ruhig zu schlafen. All das hilft, die Depression zu überwinden. Man sollte ein Präparat wählen, das beide Bestandteile enthält.

Vorteile:

  • wirken schnell und ab der ersten Einnahme gegen Unruhe und Schlaflosigkeit
  • haben bei sachgerechter Anwendung selten Nebenwirkungen

 

Nachteile:

  • können bei übermäßigem Gebrauch zu erhöhter Müdigkeit führen, Vorsicht ist hier vor allem beim Autofahren oder Arbeiten ohne sicheren Halt geboten

 

Bachblüten: Rescue-Tropfen für besonders nervenaufreibende Situationen Auch wer an Depressionen leidet bleibt von stressigen Situationen nicht verschont. Sei es der Zahnarztbesuch oder der Flug trotz Höhenangst – damit diese Ereignisse die Depression nicht verschlimmern kann man zu den berühmten Rescue-Tropfen nach Dr. Bach greifen. Diese Mischung aus Blütenessenzen entspannt und vermindert Ängste und Stress.

Vorteile:

  • Akuthilfe bei potenziell destabilisierenden Situationen
    keine bekannten Nebenwirkungen

 

Nachteile:

  • wirken am besten, wenn man sie bereits einige Tage vorher regelmäßig nimmt und sind daher eher für vorhersehbare Umstände als spontane Notfälle geeignet

Schüsslersalze gegen DepressionenUnterstützende Therapie mit Schüsslersalzen

Die Therapie mit Mineralsalzen nach Dr. Schüssler ist ebenfalls sehr beliebt – und vielfach wirksam. Rezeptfrei erhält man die Salze in der Apotheke. Folgende Salze haben sich bei psychischen Verstimmungen bewährt:

Nr. 5 Kalium Phosphoricum: wirkt anregend auf Psyche und Nervensystem und erhöht dadurch die Leistungsfähigkeit
Nr. 7 Magnesium Phosphoricum: wirkt beruhigend und verhilft zu besserem Schlaf
Nr. 15 Kalium Jodatum: wirkt regulierend auf die Schilddrüse, die wiederum die Psyche erheblich beeinflusst

Vorteile:

  • In der Regel keine Nebenwirkungen, da alle Schüsslersalze natürlich im Körper vorkommen

 

Nachteile:

  • benötigen meist einige Wochen konsequente Anwendung bis die volle Wirkung eintritt

 

Vitamine, Mineralstoffe und was sonst beachtet werden sollte

Auch eine ausreichende Versorgung mit bestimmten Nährstoffen kann helfen, Depressionen zu lindern. Dazu zählen vor allem Zink und Vitamin D3. Entsprechende Präparate erhält man ebenfalls ohne Rezept in der Apotheke und können sich als echte Stimmungsaufheller erweisen.

Natürlich sollte man in schweren Zeiten auch fernab von Tabletten auf sich achten. Ausreichend Schlaf, Licht, frische Luft und leichte sportliche Betätigung oder Spaziergänge wirken als natürliche Stimmungsaufheller. Wenn die Depression nicht verschwindet oder sich selbstverletzende Gedanken zeigen, sollte man unbedingt einen Psychotherapeuten oder Psychiater aufsuchen und professionelle Hilfe suchen.


 

Depressionen und Stimmungsaufheller

Depressionen sind längst in der Mitte der Gesellschaft angekommen – sie gelten als echte Volkskrankheit. Viele Menschen greifen daher zu klassischen Antidepressiva, die teils mit starken Nebenwirkungen verbunden sind. Es gibt aber auch rezeptfreie Stimmungsaufheller, die bei schwächeren depressiven Verstimmungen oder als begleitende Unterstützung zur klassischen Therapie genutzt werden können.

Depressionen – Volkskrankheit Nummer eins

75.000 Deutsche werden jedes Jahr auf Grund psychischer Krankheiten arbeitsunfähig. Bei den Frauen macht das etwa die Hälfte aller Frührenten-Bewilligungen aus. Hinter einem großen Teil dieser Schicksale stecken Depressionen und Burnout. Dabei lassen sich Depressionen und depressive Phasen gut behandeln. Wer frühzeitig die Initiative ergreift und sich um eine Therapie kümmert, kann trotz Depressionen bis ins hohe Alter leistungsfähig bleiben. Gerade zu Beginn einer psychischen Erkrankung lässt sich oft durch eine Psychotherapie in Kombination mit rezeptfrei erhältlichen Mitteln Abhilfe verschaffen – ganz ohne Antidepressiva.

Wie Depressionen entstehen

Die Ursachen für Depressionen gelten nur teilweise als bekannt; auch nach Jahrzehnten der Forschung sind viele Wirkmechanismen der Psyche ungeklärt. Einige Faktoren werden diskutiert:

Genetische Veranlagung: Studien haben gezeigt, dass Depressionen häufig familiär gehäuft auftreten. Wer nahe Verwandte hat, die unter Depressionen leiden, sollte daher besonders auf sich achten.

Neurobiologische Störungen: Bei allen bisher nachgewiesenen Formen der Depression liegen bei den Betroffenen Über- oder Unterproduktionen bestimmter Neurotransmitter, in erster Linie Serotonin und Noradrenalin, vor. Es kann auch sein, dass die entsprechenden Synapsen zu stark oder nicht ausreichend sensibel auf die Transmitter reagieren.

Stress und psychosoziale Faktoren: Bei vielen Betroffenen werden Depressionen durch bestimmte Situationen ausgelöst, zum Beispiel der Verlust eines geliebten Menschen oder des Jobs. Auch Umzüge, Schwangerschaften oder andere vom Betroffenen zunächst als positiv empfundene Ereignisse können Depressionen auslösen. Nicht zuletzt sind Dauer-Stress und soziale Isolation häufige Auslöser seelischer Probleme.

Herkömmliche Antidepressiva greifen in das neurobiologische System ein

Die bekanntesten Antidepressiva sind sogenannte Serotonin Wiederaufnahmehemmer. Es gibt ebenso Noradrenalin Wiederaufnahmehemmer und MAO-Hemmer sowie ältere Klassen ähnlich wirkender Medikamente. Die Wirkweise beruht, je nach angenommener Ursache der Depression, im Blockieren bestimmter neurobiologischer Vorgänge im Zusammenhang mit den oben genannten Transmittern Serotonin und Noradrenalin. Dies ist ein tiefgreifender Eingriff in körpereigene Vorgänge, der unter genauer Abwägung der Vor- und Nachteile erfolgen sollte. Alternativ bietet sich für Patienten, bei denen der Einsatz klassischer Antidepressiva als zu risikoreich anmutet, auch ein Versuch mit homöopathischen und rezeptfrei erhältlichen Mitteln an. Auf einige davon soll im Folgenden eingegangen werden.

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Bitte beachten Sie: Auf dieser Webseite findet keine individuelle ärztliche Beratung oder eine Fernbehandlung statt. Keine der Inhalte können eine professionelle Beratung und Behandlung durch Ihren Arzt oder Apotheker ersetzen. Nehmen Sie keine Medikamente ohne Absprache mit Ihrem Arzt ein. Stellen Sie auch nicht die Einnahme verschriebener Medikamente ohne ärztliche Rücksprache ein.

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